Ein Schwerpunkt in Facebooks Strategie zur Bekämpfung von Falschmeldungen ist die Zusammenarbeit mit externen, unabhängigen Faktenprüfern. Neben Correctiv, die bereits seit Januar 2017 Falschmeldungen auf Facebook prüfen, wird künftig auch Deutschlands größte Nachrichtenagentur, dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH, Partner unseres Faktenprüferprogramms.

Zusammenarbeit mit unabhängigen Faktenprüfern
Facebook arbeitet weltweit mit 43 unabhängigen Faktenprüfern für 23 Sprachregionen zusammen, darunter Nachrichtenagenturen, Medienunternehmen und gemeinnützige Organisationen. Alle Programmteilnehmer sind durch das unabhängige International Fact-Checking Network zertifiziert. Die Prüfer sind rund um die Uhr tätig, um uns beim Erkennen irreführender Nachrichten, Bilder und Videos zu unterstützen. Markieren sie etwas als falsch, wird die Verbreitung im News Feed reduziert. Im Durchschnitt werden dadurch zukünftige Aufrufe der entsprechenden Inhalte um mehr als 80 Prozent verringert.

“Gemeinsam mit unseren Partnern konnten wir in den vergangenen zwei Jahren erhebliche Fortschritte bei der Bekämpfung von Falschmeldungen auf Facebook erzielen. Gerade im Kontext von Wahlen ist die Integrität von Informationen von größter Bedeutung. Deshalb freuen wir uns sehr, dass die dpa unserem Programm vor der anstehenden Wahl zum Europäischen Parlament im Mai als zweiter unabhängiger Faktenprüfer für den deutschsprachigen Raum beitritt”, unterstreicht Tessa Lyons, Head of News Feed Integrity bei Facebook.

„Informationen und ihre Zuverlässigkeit zu prüfen ist schon immer eine Kernaufgabe der dpa-Teams gewesen“, sagt Peter Kropsch, Vorsitzender der dpa-Geschäftsführung. „Wir haben in den letzten Jahren viel in den Bereich Fact Checking investiert. Um unseren Verification Officer und sein Team herum sind neue Berufsbilder im dpa-Newsroom entstanden. Bei der Zusammenarbeit mit Facebook befinden wir uns nunmehr in der Gesellschaft anderer großer und internationaler Nachrichtenagenturen, die solche Dienstleistungen bereits seit einiger Zeit erbringen“, so Kropsch weiter.


Von Faktenprüfern angezweifelte Beiträge werden mit entsprechenden Hinweisen versehen

Weitere Maßnahmen
Die Strategie zur Bekämpfung von Falschmeldungen umfasst auch das Entfernen gefälschter Konten oder Inhalte, die gegen unsere Gemeinschaftsstandards oder Werberichtlinien verstoßen. Zudem informieren wir Menschen, indem wir ihnen mehr Kontext zu den Beiträgen im News Feed geben. So können sie selbst besser entscheiden, ob eine Quelle oder eine Nachricht als vertrauenswürdig erachtet werden kann.

Der manuellen Überprüfung von Beiträgen durch Faktenprüfer ist angesichts der Vielzahl an Inhalten Grenzen gesetzt. Deshalb nutzen wir Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit auch für die Verbesserung unserer automatisierten Systeme. Mithilfe von Machine Learning können Muster so besser erkannt und die Verbreitung von Falschmeldungen nachhaltig eingeschränkt werden.