Von Ime Archibong, VP of Product Partnerships

Uns wurde vorgeworfen, die privaten Nachrichten von Menschen ohne ihr Wissen an Partner weitergegeben zu haben. Das ist nicht wahr, weshalb wir in diesem Zusammenhang einige Fakten über unsere Messaging-Partnerschaften teilen möchten.

Wir hatten im Rahmen einer engen Kooperation Messaging-Funktionen in die Produkte von vier Partnern integriert, damit Menschen ihre Facebook-Freunde von diesen Fremddiensten aus benachrichtigen konnten. Dies setzte voraus, dass sie sich aktiv für die Nutzung von Facebook-Login entscheiden. Solche plattformübergreifenden Dienste sind in unserer Branche üblich. Sie ermöglichen Funktionen wie beispielsweise, Alexa E-Mails laut vorlesen zu lassen oder diese in der Mail-App von Apple zu lesen.

Die Menschen konnten ihren Freunden mitteilen, was sie auf Spotify gehört oder auf Netflix gesehen haben, anderen den Zugriff auf Dropbox-Ordner gewähren oder Quittungen zu Geldtransfers über die Royal Bank of Canada-App erhalten. Diese Funktionen wurden öffentlich diskutiert. Außerdem waren sie für die Nutzer transparent und nur verfügbar, wenn man sich über Facebook in diese Dienste einloggte. Es handelte sich allerdings um ein Pilotprojekt, das vor knapp drei Jahren eingestellt wurde.

Warum hatten die Messaging-Partner Lese-, Schreib- und Löschzugriff?
Darin bestand der Sinn dieser Funktion – wir haben mit den zuvor genannten Messaging-Partnern zusammengearbeitet, um Messaging-Integrationen für ihre Apps zu realisieren, damit die Menschen Mitteilungen an ihre Facebook-Freunde senden können.

Insbesondere haben wir es den Menschen ermöglicht, ihren Freunden direkt aus der entsprechenden App heraus mitzuteilen, welche Musik sie in Spotify gehört oder was sie auf Netflix gesehen haben (siehe Screenshots unten), Links zu Dropbox-Ordnern (z. B. Fotoalben) aus der Dropbox-App zu senden und Quittungen zu Geldtransfers über die Royal Bank of Canada-App zu übermitteln.

Damit Du zum Beispiel aus Spotify heraus eine Nachricht an einen Facebook-Freund schreiben konntest, mussten wir Spotify „Schreibzugriff“ gewähren. Damit Du Nachrichten zurücklesen konntest, benötigte Spotify „Lesezugriff“. „Löschzugriff“ bedeutete, dass eine aus Spotify heraus gelöschte Nachricht auch in Facebook gelöscht wurde. Dritte haben ohne Deine Erlaubnis weder Deine privaten Nachrichten gelesen noch Nachrichten an Deine Freunde geschickt. In den Medien wird vielfach verbreitet, dass wir unseren Partnern private Nachrichten offengelegt haben. Das entspricht jedoch nicht den Tatsachen.

Diesen Partnerschaften lagen umfassende Vereinbarungen zugrunde, in denen festgelegt wurde, wie Dritte die API nutzen durften und auf welche Daten sie zugreifen bzw. nicht zugreifen konnten.

Spotify Messaging-Funktionalität

Beispiel dafür, wie Menschen eine Nachricht mit einer Song-Empfehlung senden konnten.

 

Netflix Messaging-Funktionalität

Beispiel dafür, wie Menschen ihren Facebook-Freunden aus Netflix eine Nachricht senden konnten, um eine TV-Show oder einen Film zu empfehlen.

 

Weitere Informationen zu diesen Partnerschaften findest Du in der Mitteilung von Konstantinos Papamiltiadis, Director of Developer Platforms and Programs bei Facebook.