Heute haben die OECD, die Weltbank und Facebook gemeinsam die ersten Ergebnisse der “Future of Business”-Befragung in Paris vorgestellt. Damit wir Unternehmen dabei helfen können in der neuen mobilen Wirtschaft erfolgreich zu sein, müssen wir das Wirtschaftsklima, in dem sie arbeiten, verstehen. Dafür haben wir gemeinsam die “Future of Business”-Befragung als neue Informationsquelle zu den Herausforderungen und dem Geschäftsklima kleiner und mittelständischer Unternehmen auf der ganzen Welt entwickelt.

Die aktuellen Ergebnisse der “Future of Business”-Befragung werden fortlaufend und frei verfügbar auf http://futureofbusinesssurvey.org/ veröffentlicht. Durch die Partnerschaft zwischen dem Unternehmen Facebook und den öffentlichen Organisationen OECD und Weltbank, liefert diese Analyse zuverlässige und aktuelle Daten, die als Grundlage für informierte Entscheidungen in allen Ebenen dienen, und zum wirtschaftlichen Wachstum beitragen können.

„Die Stimmung unter den mittelständischen Unternehmern in Deutschland ist gut und digital macht den Ausblick noch besser. Der digitale Mittelstand ist selbstbewusst: aktuell schätzen hierzulande mehr als die Hälfte der Unternehmer ihre wirtschaftliche Lage als positiv ein. Damit ist der digitale Mittelstand in Deutschland deutlich optimistischer als im Rest von Kontinentaleuropa. Bemerkenswert ist, dass auch fast zwei Drittel der digitalen Unternehmer positiv in die geschäftliche Zukunft der nächsten sechs Monate blicken. Die Zahlen des in Zusammenarbeit von Facebook, der OECD und der Weltbank erhobenen Geschäftsklima- und Digitalisierungsindex belegen die immense Bedeutung der Digitalisierung für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung“, so Martin Ott, Managing Director Central Europe, Facebook

Dank den mehr als 60 Millionen Unternehmen, die auf Facebook aktiv sind, bietet „Future of Business“ zum ersten Mal einen Einblick in den globalen digitalen und mobilen Mittelstand. Die Umfrage bietet erstmals die Möglichkeit, Aussagen über das Geschäftsklima, den Stand der Digitalisierung und die Zusammensetzung des weltweiten und europäischen Mittelstands zu treffen.

In den Umfrageergebnissen der ersten Monate stechen vor allem fünf Punkte hervor:

  • Die Stimmung ist gut und der Ausblick noch besser: Digitale Mittelständler in Deutschland sehen ihre eigene Wirtschaftslage überwiegend positiv (56%), aber ihre zukünftige Geschäftsentwicklung noch positiver ein (61%).
  • Deutschlands Mittelstand ist selbstbewusst – britische Unternehmen trotz Brexit zuversichtlich: Mit einem Business Confidence Level von 50 ist der digitale Mittelstand in Deutschland selbstbewusster als andere Länder in Kontinentaleuropa. Nur in Irland (57) sind die Unternehmen optimistischer. Der Brexit hat hier keinen Nachhall gehabt. Und auch im UK selbst liegt der BCL trotz leichtem Rückgang im August bei 50 und damit gleichauf mit Deutschland.
  • Onlinehandel ist ein Entwicklungsfeld: Im Vergleich nutzen deutsche Mittelständler Onlineshops nur wenig für ihren Geschäftserfolg (66%). Damit sind sie europaweit fast Schlusslicht. Nur in Frankreich verkaufen Unternehmen seltener ihre Waren online. Zum Vergleich: im UK verkaufen 80% der kleinen und mittelständischen Unternehmen ihre Produkte online. Gleichzeitig zeigen andere Umfragen, dass 82% der Deutschen online einkaufen und in Europa damit zu den Spitzenreitern gehören – hier gibt es Nachholbedarf.
  • Tradition hat in Deutschland Tradition: Deutschland hat die ältesten Unternehmen im europäischen Vergleich. 56% der Unternehmen sind älter als 6 Jahre und nur 30% jünger als 3 Jahre. In Irland sind hingegen gerade einmal 45% älter als 6 Jahre dafür aber 41% jünger als 3 Jahre. Der deutsche Mittelstand zieht seine wirtschaftliche Stärke aus Tradition und arbeitet mit langlebigem Geschäftserfolg.
  • Management weiterhin eine Männerdomäne: Die Führungsebene von deutschen Mittelständlern ist bei 52% klar männlich dominiert, nur bei 28% führen überwiegend Frauen. Ausgeglichen ist das Verhältnis in nur 21% der Unternehmen. Deutschland ist damit noch ein ganzes Stück entfernt von der angestrebten gleichen Verteilung. Beim Anteil von Frauen in Führungspositionen sind deutsche Unternehmen damit gemeinsam mit Italien Schlusslicht. Im UK sind 45% der Unternehmen überwiegend männlich geleitet, von Frauen 40%. In Irland ist das Verhältnis 48 zu 37 Prozent.

Methode und Aufbau:
– Monatliche Umfrage (seit Februar 2016).
– Teilnehmende Unternehmen besitzen eine Facebook-Seite.
– Bisher haben bereits knapp 100.000 Unternehmen aus 22 Nationen teilgenommen.
– Fragen zum derzeitigen Geschäftsklima, Ausblick auf die nächsten 6 Monate, Stand der Digitalisierung, Herausforderungen und Unternehmenszusammensetzung.